Mit einem dezimierten Kader reisten die Damen des TSV Mindelheim nach Oberstaufen, fest entschlossen zwei Punkte zu holen. Von Beginn an war klar, dass an diesem Tag jede Spielerin an ihre Grenzen gehen musste – und das tat vor allem die Torhüterin, die mit einer herausragenden Leistung zwischen den Pfosten glänzte. Besonders ihre Paraden bei den Siebenmetern hielten die Mindelheimerinnen immer wieder im Spiel. Die erste Halbzeit verlief jedoch zunächst holprig. Die Gäste fanden nur mäßig ins Spiel und taten sich sowohl im Angriff als auch in der Abstimmung der Abwehr schwer. Durch eine inkonstante Defensive gelang es der Rückraum-Linksspielerin Oberstaufens viel zu häufig, ungehindert zum Torabschluss zu kommen. Die Frundsbergstädterinnen hatten sichtbar Schwierigkeiten, den Rhythmus der Gastgeberinnen zu stören. Rund 15 Minuten nach Anpfiff stabilisierte sich das Spiel des TSV zunehmend. In der Abwehr wurde konsequenter gearbeitet, und im Angriff schaffte man es nun, strukturierter aufzubauen und Lücken zu nutzen. So konnten sich die Gäste ein kleines Polster erarbeiten und den Vorsprung Schritt für Schritt ausbauen. Trotz dieser Phase war das Angriffsspiel insgesamt von zu vielen Unsicherheiten geprägt. Fehlender Entschluss und unnötige Ballverluste verhinderten, dass Mindelheim sich deutlicher absetzen konnte.
Mit einem deutlichen Halbzeitstand von 11:19 ging es in die Kabine. Die Ansprache war klar: mehr Druck im Angriff, entschlosseneres Stoßen in die Lücken und vor allem sichere Abschlüsse. Besonders die Rückraum-Mitte-Spielerinnen wurden gefordert, konsequent neue Spielzüge anzusagen, um die Abwehr des Gegners in Bewegung zu bringen und einfache Torchancen zu kreieren.
Die Umsetzung gelang zunächst hervorragend: Mindelheim stand defensiv sehr stabil, zwang Oberstaufen zu unvorbereiteten Abschlüssen und profitierte weiterhin von einer starken Torhüterleistung. Die Mindelheimerinnen hingegen erspielten sich immer wieder gute Situationen und hielten den Vorsprung kontrolliert. Erst in den letzten Minuten schlichen sich wieder einige Unsicherheiten ein, doch der Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Am Ende stand mit einem Endstand von 18:31 eine insgesamt souveräne Leistung, die vor allem durch Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit geprägt war.
Es spielten: Weikmann (Tor), Möhrle (12/6), Deigendesch (1), Lahmer, Holdenried, Spensberger (4), Braun, Keseric (1), Wurm (3), Schneider (1), Schimkat (1/1), Moser (7)