Versöhnlicher Jahresabschluss – Handballkrimi endet mit Punkteteilung

Im hart umkämpften Allgäuer Derby kamen die Bezirksoberliga-Handballer des TSV Mindelheim am Samstagabend bei der HSG Dietmannsried/Altusried zu einem etwas glücklichen 32:32-Unentschieden (14:16). Erst Sekunden vor Abpfiff traf der TSV zum Ausgleich und sicherte sich damit einen immens wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Studiums- und verletzungsbedingt fehlten Marius Wurm und Maximilian Moser. Dafür kam Neuzugang Jan Krausko kurzfristig zu seinem Debüt im TSV-Dress.

Die Gastgeber starteten dynamischer in die Partie und lagen schnell mit 5:2 in Front (7.). Allmählich gewöhnte sich der TSV an das temporeiche Spiel und stellte den Spielstand zur 20. Spielminute durch vier Treffer in Serie auf den Kopf (9:10). Vor allem Neuzugang Jan Krausko verhalf der TSV-Defensive sichtlich zu mehr Stabilität. In den Folgeminuten entwickelte sich eine rasante Bezirksoberliga-Partie. Beide Teams agierten nun absolut auf Augenhöhe. Zur Halbzeitpause führten die Frundsbergstädter mit 16:14.

In Hälfte zwei das gleiche Bild. Mindelheim hatte weiterhin Probleme mit dem schnellen Spiel der Oberallgäuer, kam aber dennoch zu Torerfolgen. In der 35. Spielminute betrug der Vorsprung dann erstmals vier Treffer (21:17). Jedoch versäumte es die Schielle-Truppe in den darauffolgenden Minuten den Vorsprung weiter auszubauen. Die HSG kämpfte sich nun Tor um Tor heran und drehte in der 49. Spielminute beim Stand von 28:26 die Partie. Trainer Christian Schielle bediente sich einer Team-Time-Out um sein Team für die Schlussphase wachzurütteln. Doch auch diese Maßnahme hatte nur wenig Erfolg. Während sich die Frundsbergstädter in kräftezehrende Zweikämpfe verstrickten, kamen die Hausherren über einige Tempogegenstößen zu einfachen Toren. Beim Stand von 32:30 (59.) zugunsten der HSG deutete alles auf eine Mindelheimer Niederlage hin. Rückraumspieler Johannes Heimpel verwandelte einen Siebenmeter-Strafwurf zum 32:31 (60.) und ließ nochmals Hoffnung im Mindelheimer Lager aufkommen. Dann wurde es richtig hektisch. HSG-Spielmacher Csaba Horvath hatte fünzig Sekunden vor Abpfiff alle Möglichkeiten, per Siebenmeter-Strafwurf den Dietmannsrieder Erfolg endgültig zu besiegeln. Doch im direkten Duell mit TSV-Torhüter Thomas Vogt versagten dem Ungarn die Nerven. Im Gegenzug bekam Mindelheim zehn Sekunden vor Abpfiff berechtigterweise einen weiteren Strafwurf zugesprochen. Johannes Heimpel ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball zum vielumjubelten 32:32-Endstand (60.) im Dietmannsrieder Tor. Damit sicherte sich die erste Herrenmannschaft zum Jahresabschluß einen weiteren wichtigen Zähler. Trainer Christian Schielle war mit dem Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken nicht zufrieden. „In Anbetracht des Spielverlaufs können wir mit diesem Punkt jedoch sehr gut leben“, hatte der Mindelheimer Übungsleiter doch noch versöhnliche Töne für seine Mannschaft übrig. Erfreut zeigte sich Schielle von der Leistung seines Neuzugangs Jan Krausko. „Vor allem in den hektischen Spielsituation brachte er die erforderliche Ruhe in unser Spiel“, so Schielle weiter. Durch diesen Punktgewinn überwintert der TSV als Aufsteiger auf einem hervorragenden siebten Tabellenrang der Bezirksoberliga. Das nächste Saisonspiel steht am 15.01.2012 auf dem Programm. Gegner ist dann der Tabellenzweite von der HSG Würm-Mitte. Vorab veranstaltet die Mindelheimer Handballabteilung am 07./08.01.2012 ihr traditionelles Dreikönigsturnier in der Dreifachturnhalle am Maristenkolleg.

 

So spielte der TSV:

Vogt (Tor), Gebauer (Tor); Gaum M. (1), Maier (4), Heimpel (11/6), Krausko (2), Dreher, Hörmann (4), Weber, Gaum F. (4), Gaum A. (5), Schneider (1), Weikmann.

 

Strafen:

TSV MN 3x Gelb + 7x 2-Min.-Zeitstrafe

HSG Dietmannsried/Altusried 4x Gelb + 7x 2-Min.-Zeitstrafe

 

 

Einen erfreulichen Jahresabschluß verbuchte auch die männliche C-Jugend des TSV. Durch einen 33:30-Auswärtserfolg beim Spitzenspiel in Memmingen übernahm die Mannschaft von Trainer Florian Gaum erstmals in dieser Saison die Tabellenführung.

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