Verkorkster Start ins neue Jahr – Schwächephase kostet Sieg

Viel vorgenommen hatte man sich im Mindelheimer Lager gegen den Tabellenzweiten von der HSG Würm-Mitte. Lange wahrte sich der TSV zwar eine reelle Siegchance, eine Schwächephase Minuten vor Abpfiff ließ jedoch alle Siegträume platzen. Am Ende entführten die Gäste beim 26:27 (15:12) beide Punkte aus Mindelheim. Zum studiumsbedingten Ausfall von Rückraumspieler Marius Wurm, fehlte Torhüter Stefan Gebauer aufgrund einer Grippeerkrankung kurzfristig.

Die Zuschauer sahen am späten Sonntagnachmittag beileibe keine hochklassige Bezirksoberliga-Partie in der Dreifachturnhalle am Maristenkolleg. Vom Anpfiff weg häuften sich auf beiden Seiten technische Fehler. Dennoch hatten die Frundsbergstädter wohl zu großen Respekt vor dem bis dato Tabellenzweiten von der HSG Würm-Mitte. Schnell geriet der TSV mit 0:3 (3.) und 3:7 (11.) ins Hintertreffen. Trainer Christian Schielle korrigierte seine offensiv ausgerichtete Defensive und allmählich begannen die Hausherren Handball zu spielen. Nach einigen sehenswerten Angriffen und tollen Paraden von Torhüter Thomas Vogt stand es zur 19. Spielminute plötzlich 8:8-Unentschieden. In den Folgeminuten zeigte der TSV den Münchner Vorstädtern klar die Grenzen auf und blieb die spielbestimmende Mannschaft. Zur Halbzeitpause erspielte man sich eine verdiente 15:12-Führung.

Bis zur 43. Spielminute änderte sich daran nicht viel und Mindelheim behielt mit vier Toren die Oberhand (20:16). Im weiteren Spielverlauf verpasste es jedoch die Schielle-Truppe, den Vorsprung trotz einiger Überzahlsituationen weiter auszubauen. Es kam wie es kommen musste. Die Gäste nutzten diesen Durchhänger und kämpften sich mit fünf Treffern in Serie zurück ins Spiel (20:21). Die Partie blieb spannend, jedoch kamen die Frundsbergstädter nur noch über Einzelaktionen zu Treffern. Als die HSG eine knappe Zeigerumdrehung vor Spielende auf 25:27 (60.) erhöhte, war die Partie gelaufen. Der schnell ausgeführte Gegenangriff wurde zwar noch durch Torhüter Thomas Vogt erfolgreich abgeschlossen, bedeutet im Endeffekt aber nichts anderes als Ergebniskosmetik. Nach Abpfiff war den Spielern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir hatten hier alles in der Hand. Wie man den Gegner durch eigene Fehler so zurück ins Spiel bringen kann ist mir unerklärlich“, sagte ein sichtlich bedienter Christian Schielle. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt dem TSV jedoch nicht. Bevor nächsten Sonntag schon das nächste Heimspiel (16 Uhr) gegen den TuS Fürstenfeldbruck ansteht, muss Mindelheim am Freitagabend noch zum schweren Auswärtsspiel nach Weilheim. Anpfiff ist hier um 20:15 Uhr.

 

So spielte der TSV:

Vogt (1 / Tor); Gaum M. (4), Maier M. (3), Heimpel (9/4), Krausko, Dreher, Hörmann (5), Moser (2), Gaum F. (1), Gaum A. (1), Weikmann, Schneider.

 

Strafen:

TSV MN  2x Gelb + 6x 2-Min.-Zeitstrafe

HSG Würm-Mitte  4x Gelb + 3x 2-Min.-Zeitstrafe

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