Unglückliche Niederlage

Im vierten Spiel der laufenden BOL-Saison entschieden die finalen sieben Minuten über den Ausgang der Partie beim TSV Herrsching.

Die Anfangsminuten standen für die angereisten TSV-Damen noch nicht unter dem Zeichen Handball. Sie verschliefen den Einstieg ins Spiel komplett. Ein Fehlpass folgte auf den anderen, was die Gastgeberinnen vom Ammersee zum 3:1-Vorsprung zu nutzen wussten. Doch allmählich platzte der Knoten bei den Frundsbergstädterinnen und das Spiel kam ins Rollen. Sie holten auf und standen kompakt in der Defensive. Die durch einen Kreuzbandriss ausgefallene Stammtorhüterin Arlene Jooß wurde überraschend positiv von der jungen Feldspielerin Jessica Pauli vertreten. Die Gegenerinnen waren von ihrer enormen Spannweite verunsichert. Trotz des Ausfalls von fünf verletzten Spielerinnen, spielten die TSV-Damen im Angriff ihre Kombinationen bis zum Schluss aus und machten den anfänglichen Rückstand mit einem 5:7-Vorsprung wett. Dazu trug auch die spontan wieder mobilisierte Kreisspielerin Andrea Lukac ihren Teil bei. Mit dieser Aufholjagd im Hinterkopf spielte der junge Kader (Durchschnittsalter 19 Jahre in dieser Partie) wie ausgewechselt und war nun die eindeutig bessere Mannschaft. Die Herrschinger Damen hatten mit der defensiven Abwehr der Gäste Probleme und waren zu Würfen aus der zweiten Reihe gezwungen, die aber zumeist pariert wurden. Nach der ersten Halbzeit zeigte die Anzeigetafel ein 11:10 für die Hausdamen an.
Sehr erfreulich war nach Wiederanpfiff, dass die Mindelheimer Damen ganz konstant an ihre Leistung der letzten zwanzig Minuten anknüpften. Sie kämpften um jeden Ball, liefen Gegenstöße und waren in der Abwehr konzentriert. Das war auch auf Seiten der Herrschinger zu spüren, die jetzt nicht mehr so recht Mittel fanden, um die Abwehr zu durchbrechen. Bis zur 53. Minute folgten Spielstände wie 11:11, 13:13 und 16:16 aufeinander. Die angereisten TSV-Damen nutzten ihre leichte Überlegenheit nicht, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Die letzten sieben Minuten waren die Wende des Aufeinandertreffens. Die doppelte Unterzahl aus drei unglücklichen 2-Minuten-Starfen in Folge brach ihnen das Genick. In der Abwehr wurden sie von präzisen Würfen aus dem Herrschinger Rückraum überrascht. Im Gegenzug fehlten im Angriff mit lediglich vier Spielerinnen die Anspielstationen und man schloss zu hektisch und ungefährlich ab.
Dieses Spiel wurde nach 60 Minuten mit einem viel zu deutlichen 23:16 abgepfiffen, das in keinster Weise den Willen und die Überlegenheit der TSV-Mannschaft widerspiegelt.
Nächsten Sonntag kehren mit Cornelia Repas und Anna Hüttmann zwei Stammspielerinnen zurück und man kann nur hoffen, dass die Mannschaft gegen Fürstenfeldbruck endlich die Chance und den Funken Glück hat, zu beweisen, dass sie in diese Liga gehört.

TSV Mindelheim: Pauli (Tor); Lukac; Mantel (7/2); Bail (1); Schaumann (2); Landherr (2); Grasl B.; Schimkat; Deigendesch (4/1); Meyl; Thie

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