Unentschieden in Murnau

Herren I 2018/19

Kuriose Schlussphase kostet einen Punkt

Und wenn man ehrlich ist, haben die Mindelheimer Handballer auch keinen Sieg verdient. Denn die erste Hälfte wurde von Mindelheimer Seite komplett verschlafen. Quasi ohne Abwehr spielend lagen die Unterallgäuer nach acht Minuten bereits mit drei Toren zurück. Und das war erst der Anfang. Murnau durfte nach Belieben und ohne Mindelheimer Gegenwehr aufs Tor werfen, während die Gäste sich ihrerseits bereits im Spielaufbau schwer taten. Selbst als sich die Frundsbergstädter gefangen hatten, gelang es nicht, die Bälle im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Es sah nach einem gebrauchten Tag aus für die Mindelheimer. Auf acht Tore ist der Vorsprung der Gastgeber zwischenzeitlich angewachsen, zur Pause lagen die Mindelheimer 22:15 zurück.

Aber kampflos gab sich die Gästemannschaft nicht auf. Mit einer Umstellung auf eine offensivere Abwehrformation ging ein Ruck durch die komplette Mannschaft. Die Hörmann Brüder grenzten das Kreisläuferspiel  der Murnauer ein, und der Rückraum konnte nicht mehr ungehindert aufs Tor werfen. Thomas Vogt wurde nun zum wichtigen Rückhalt im Mindelheimer Tor. Auch das Offensivspiel klappte nun deutlich besser. Schnelle und druckvolle Angriffe gerade über die rechte Mindelheimer Angriffsseite wurden durch Florian Gaum und Ivan Radic erfolgreich abgeschlossen. Armend Fetahu und Michael Thoma sorgten auf der linken Seite für permanenten Druck auf das Murnauer Tor. Nach fünfzehn Minuten gelang den Unterallgäuern das erste Mal der Ausgleich (26:26). In der Folgezeit schaffte es keine der Mannschaften mehr, sich abzusetzen. Eine Mannschaft legte vor, die andere glich aus. Eineinhalb Minuten vor Ende legte Mindelheim durch Michael Thoma ein Tor vor (33:34). Den direkten Murnauer Gegenzug parierte Thomas Vogt und Thhomas Sailer erhöhte eine Minute vor Ende auf 33:35. Aber den Gastgebern gelang 20 Sekunden später der Anschlusstreffer. Mindelheim gelang ein weiterer Treffer, der allerdings vom Schiedsrichter aberkannt wurde. Dies wurde aber weder vom Kampfgericht, noch von den beiden Mannschaften auf dem Feld bemerkt. Die Anzeigentafel zeigte noch 34:36 an, als Murnau mit der Schlusssirene zum 7-Meter antrat. Erst mehrere Minuten nach dem Spiel war klar, dass die Frundsbergstädter nicht gewonnen hatten, sondern die Partie 35:35 endete.

Es spielten: Thomas Vogt (Tor), Vinzenz Hörmann, Florian Gaum (3), Simon Twachtmann (3), Joachim Gollmitzer (1), Markus Kinlock, Jonas Hörmann, Thomas Sailer (3), Michael Thoma (10), Armend Fetahu (7/2), Ivan Radic (7/1)

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