Standesgemäßer Heimsieg mit hohem Besuch

Einen absolut verdienten 39:31-Heimerfolg konnten die Bezirksoberliga-Handballer des TSV Mindelheim am Sonntagabend für sich verbuchen. Vor den Augen von Eigengewächs Matthias Gerlich, seinerseits ehemaliger Nachwuchsspieler des TSV und mittlerweile beim Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag, dominierten die Gastgeber die gesamte Partie und zeigten dabei eine überaus geschlossene Mannschaftsleistung.

„Mit einem Großteil der Mannschaft hab ich noch selbst in der Jugend gespielt. Von daher freut es mich ganz besonders, wie gut sich die Jungs entwickelt haben“, fasste  der ehemalige Juniorennationalspieler die Partie zusammen. Dennoch verlief das Aufeinandertreffen der beiden Allgäuer Clubs nicht makellos. Vor allem in der Anfangsphase kamen die Hausherren nicht richtig aus den Startlöchern und boten dem jungen Marktoberdorfer Team zu viele Freiräume. Bis zum zwischenzeitlichen 9:9 (16.) blieb das Spiel völlig offen. Begünstigt durch einige Marktoberdorfer Hinausstellungen zogen die Frundsbergstädter das Tempo bis zur Halbzeitpause deutlich an. Für Verwunderung sorgte dann Trainer Christian Schielle mit einem taktischen Schachzug. Ganz nach Eishockeymanier nahm Mindelheims Trainer Torhüter Thomas Vogt für einen siebten Feldspieler aus dem Spiel. „Respekt. So etwas habe ich persönlich bisher nur bei den Füchsen Berlin gesehen“, kommentierte Matthias Gerlich dieses Experiment. Mit einer beruhigenden 21:14-Pausenführung wechselten beide Teams die Seiten.

In der zweiten Spielhälfte knüpften die Schielle-Schützlinge umgehend an die gezeigten Leistungen an und schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. „Neben den angestammten Spielmachern haben sich heute auch etliche andere Akteure in den Vordergrund gespielt. Das war letzte Saison noch anderst“, zeigte sich Gerlich von der überzeugenden Vorstellung von Spielern wie Hannes Hörmann oder Maximilian Moser (je 8 Treffer) beeindruckt. Gerade diese geschlossene Mannschaftsleistung sprach im Endeffekt für den 39:31-Heimsieg der Gastgeber. Nach Abpfiff zeigte sich auch Abteilungsleiter Alexander Weikmann erfreut über den hohen Besuch. „Es verdient Respekt, dass Matthias trotz hartem Bundesliga-Alltag immer wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Gerade für unsere Jungendspieler übernimmt er eine wichtige Vorbildfunktion“, so Weikmann weiter.

Am kommenden Samstag steht für den TSV beim TV Memmingen II das letzte Saisonspiel des Jahres auf dem Programm. Anpfiff ist um 14:00 Uhr.

 

So spielte der TSV:

Vogt (Tor), Gebauer (Tor); Karlstetter (2), Krausko J. (3), Dreher (2/2), Krausko M. (4), Heimpel (8), Gaum A. (1), Maier (1), Moser (8/3), Gaum F. (2), Hörmann (8).

 

Strafen:

TSV MN  3x Gelb + 4x 2-Min.-Zeitstrafe

TSV Marktoberdorf  2x Gelb + 6x 2-Min.-Zeitstrafe

 

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