Nichts für schwache Nerven

Herren I 2018/19

Die Mindelheimer Handballer drehen bereits hergeschenktes Spiel zum doppelten Punktgewinn.

Standing Ovations bekamen die Unterallgäuer nach Abpfiff von den Tribünen. Verdient haben sie sich diese aber lediglich in den letzten zwanzig Minuten.

Dabei starteten die Gastgeber ordentlich in die Partie. Durch schöne Spielzüge erarbeiteten sie sich einfache Tore. Aber wie so oft in dieser Saison konnten sie das Anfangsniveau nicht halten. Einfache Fehler im Spielaufbau machten ein flüssiges Angriffskonzept unmöglich. Zudem ließ auch die Offensive den nötigen Biss vermissen, so dass die SG Kempten-Kottern II schnell davon zog. Innerhalb von zwölf Minuten wurde somit aus einem Unentschieden ein sieben Tore Rückstand. Zum Pausenpfiff stand es 10:15 für die Oberallgäuer. Allerdings durften die Hausherren noch einen direkten Freiwurf ausführen. Und diesen hämmerte Michael Thoma in die Maschen zum 11:15 Pausenstand.

Wer nun aber glaubte, die Mindelheimer würden dadurch wacher aus der Kabine kommen, sah sich getäuscht. Acht Minuten sollte es dauern, bis die Frundsbergstädter überhaupt wieder einen eigenen Torerfolg erzielen konnten. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit acht Toren (11:19). Aber die Mindelheimer Herren gaben sich an diesem Tag nie auf. Die Hereinnahme von Philip Lewe brachte der Defensive mehr Sicherheit, in der Sascha Winter mehr und mehr der gewohnt starke Rückhalt wurde. Und dann kamen großartige zwanzig Minuten von Florian Gaum. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon angeschlagen war, überzeugte er in Angriff und Abwehr und gab der Partie den entscheidenden Impuls in die richtige Richtung. Durch die Mannschaft ging ein Ruck und in der 47. Minute konnten die Gastgeber erstmals wieder ausgleichen (20:20). Bis zur eigenen Führung sollte es aber noch zehn Minuten dauern. Aber die Mannschaft arbeitete und kämpfte um jeden Ball, und in der letzten Spielminute konnte Armend Fetahu mit dem 25:23 den Schlusspunkt setzen.

„Unglaublich, was die Jungs da geleistet haben“, so Stefanie Lewe nach dem Spiel. „So unterirdisch die ersten vierzig Minuten auch waren, die Mannschaft hat gekämpft und an sich geglaubt.“

Es spielten:  Sascha Winter (Tor), Vinzenz Hörmann, Philip Lewe, Florian Gaum (7), Joachim Gollmitzer, Markus Kinlock, Jonas Hörmann, Thomas Sailer (1), Michael Thoma (5), Ivan Radic (3/2), Manuel Gollmitzer (1), Simon Twachtmann (4), Armend Fetahu (4)

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