Mindelheimer Zeitung v. 09.05.2018: Geht es wieder nach oben?

Auf den letzten Drücker hat sich der TSV Mindelheim für die Relegation qualifiziert. Am Donnerstag steht das erste Spiel an – gegen den TV Memmingen und einen alten Bekannten.

Die Bilder von vor einem Jahr sind den Handballern des TSV Mindelheim durchaus noch präsent: die vollen Tribünen, die lautstarke Unterstützung – und letztlich enttäuschte Mindelheimer Spieler am Boden. Vor fast genau einem Jahr war das Kapitel Bezirksoberliga für den TSV Mindelheim mit der Niederlage im Relegationsrückspiel gegen den TSV Herrsching 2 zu Ende gegangen.

Nun haben die Mindelheimer die Chance, diese Bilder etwas vergessen zu machen. Erneut in der Relegation. Diesmal um den Aufstieg und diesmal als Herausforderer gegen den Drittletzten der abgelaufenen BOL-Spielzeit, den TV Memmingen. Am Donnerstag, 10. Mai, haben die Mindelheimer zunächst Heimrecht und empfangen um 18 Uhr in der Dreifachturnhalle des Maristenkollegs den Favoriten aus Memmingen. Das Rückspiel findet dann zwei Tage später am Samstag, 12. Mai, in Memmingen statt.

Die Vorfreude ist groß

„Die Spielpause war heuer nicht so lang, wie im vergangenen Jahr. Damals war die Luft im Prinzip schon raus“, sagt Mindelheims Trainerin Stefanie Lewe. 2017 mussten die Mindelheimer nach dem letzten Saisonspiel geschlagene sieben Wochen warten, bis das erste Relegationsspiel anstand. Diesmal ist der zeitliche Abstand kürzer. Entsprechend groß ist die Vorfreude. „Kurz vor dem Ende der Saison haben einige Spieler gesagt, dass es schon am geilsten wäre, noch einmal die Relegation zu spielen“, sagt Lewe und nennt die Gründe: „Volles Haus, super Stimmung, tolle Spiele.“

Dass die erste Partie in eigener Halle über die Bühne geht, sei kein Nachteil. Eine echte Heimmacht sei der TSV Mindelheim unter der Saison nicht gerade gewesen. Sechs der zehn Heimspiele wurden gewonnen. „Es gibt eigentlich keine Tendenz, wo es besser läuft“, sagt die Trainerin des TSV Mindelheim.

Die Mindelheimer schauen nicht auf den Gegner

Auch, dass im Team des TV Memmingen, der 2016 aus der Landesliga abgestiegen ist, mit Jan Krausko ein alter Bekannter steht, ficht sie nicht an. „Ob es ein Vorteil ist? Ich weiß es nicht, er kennt ja die ganzen jungen Spieler von uns kaum“, sagt Stefanie Lewe über Krausko, der im vergangenen Sommer nach Memmingen gewechselt war. Und umgekehrt? Wie bereitet die Mindelheimer Trainerin ihre Mannschaft auf den TV Memmingen vor? „Wir hatten Memmingen schon zum Saisonende als möglichen Gegner auf dem Schirm. Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen, die in diesem Jahr gegen Memmingen gespielt haben, mehr auch nicht.“ Außerdem schaut sie weniger auf den Gegner, als vielmehr auf die eigene Mannschaft. „Wir wollen nach unserer Philosophie spielen. Ich habe einen genauen Matchplan im Kopf. Den versuchen wir, umzusetzen.“

In der abgelaufenen Saison hat ihre Mannschaft ein eher ambivalentes Gesicht gezeigt. Über die ganze Saison wechselten sich Sieg und Niederlage mit schöner Regelmäßigkeit ab. Am Ende stehen elf Siegen neun Niederlagen gegenüber. Erst am letzten Spieltag kletterten die Mindelheimer dank eines 39:33-Sieges gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf noch auf den dritten Platz, der nun zur Aufstiegsrelegation berechtigt.

„Bei uns sind alle heiß auf dieses Spiel. Alle Spieler sind gesund und fit, wir fühlen uns sicher“, sagt Lewe zu den Chancen gegen den TV Memmingen, der etwas mehr unter Druck stehen dürfte. Vielleicht prägen sich dann nach den beiden Spielen wieder andere Bilder von jubelnden Mindelheimern ein.

 

Quelle Artikel: https://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/sport/Geht-es-wieder-nach-oben-id51060856.html

Quelle Foto: Andreas Lenuweit/Mindelheimer Zeitung

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