Mindelheim verliert in Memmingen

Mit der 30:37 Derby-Niederlage der Mindelheimer Handballer ist zudem der Abstieg in die Bezirksliga nicht mehr abzuwenden.

Der Gedanke an den Abstieg, mit dem man sich im Mindelheimer Lager seit einiger Zeit plagen musste, wurde durch die Niederlage beim Tabellendritten Memmingen Realität. Doch spricht es trotz des sportlichen Misserfolgs für die Mannschaft, dass man sich in jedem Spiel vernünftig verkauft und die Gegner durchaus fordert.
Insgesamt waren es sicherlich mehrere Faktoren, die einen Klassenverbleib in der Bezirksoberliga verhinderten. Einerseits spielte die Doppelbelastung der vier A-Jugendlichen eine Rolle, die mehrmals zwei Spiele an einem Tag bestreiten mussten und bei denen sich der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. Andererseits lag es in einigen Spielen, besonders in der Anfangsphase der Saison, an der fehlenden Erfahrung und an der teils vorhandenen körperlichen Unterlegenheit der jungen Truppe.
Genau dieses Problem bekamen die Mindelheimer auch am Samstag in Memmingen nicht in den Griff. Wie schon im Hinspiel fand man gegen den Memminger Spielertrainer kein Mittel und seine zwölf Treffer aus dem Feld machten auch diesmal den einzigen Unterschied. Der Mindelheimer Angriff agierte zwar teils sehr behäbig aber dennoch druckvoll, so dass die Rückraumspieler immer wieder in gute Wurfpositionen gebracht wurden oder den Kreisläufer anspielen konnten. Bis zum 7:7 war die Partie ausgeglichen, erst danach setzte sich der Favorit ab und führte zur Halbzeit mit 17:13.
Im zweiten Durchgang waren die Mindelheimer weiterhin bemüht und hatten sogar die Chance, den Rückstand zu verkürzen, doch scheiterte man in dieser Phase am Memminger Torhüter. Zudem wurden die Mindelheimer Defensivbemühungen abermals durch einfache Treffer des Memminger Spielertrainers zermürbt, der in den wenigen entscheidenden Situationen schlicht abgezockter war.

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