Matthias Gerlich: Der nächste Karriereschritt

Der Buchloer Matthias Gerlich ist für das „All-Star-Team“ der ersten Bundesliga nominiert. Bislang erzielte der Rückraumspieler in zwölf Spielen 58 Treffer.

Seit Anfang September spielt Matthias Gerlich mit dem TV Hüttenberg in der Handball-Bundesliga (HBL). Jetzt wurde der 23-jährige Buchloer, der beim TSV Mindelheim groß geworden ist, von den Verantwortlichen der HBL auf seiner Position, dem linken Rückraum, für das „All-Star-Team 2012“ nominiert. Pro Position stehen sechs Spieler zur Auswahl, abgestimmt wird noch bis 9. Dezember von den Fans im Internet. „Das wäre eine Geschichte, die ich nie vergessen würde. Aber für mich ist es schon eine riesige Ehre, überhaupt zu den Nominierten zu gehören“, sagt Gerlich. Zählt er am Ende der Abstimmung tatsächlich zu den zwei Spielern, die in seiner Kategorie am meisten Stimmen erhalten haben, darf er mit der Bundesliga-Auswahl am 4. Februar in Leipzig gegen die deutsche Nationalmannschaft antreten.

Für ihn persönlich läuft es in Deutschlands höchster Spielklasse prima. Mit 58 Toren in zwölf Spielen ist er nicht nur der beste Torschütze seiner Mannschaft, sondern zählt auch zu den besten 20 Akteuren der Liga. „Natürlich freut mich das, wenn es bei mir läuft“, meint der 23-Jährige, schränkt aber sogleich ein, dass er von den 58 Treffern 33 vom Siebenmeterpunkt aus erzielt hat. Von dort ist er aber mit einer Trefferquote von fast 77 Prozent (33 von 43) sogar auf Platz sechs der sichersten Werfer der Liga.

Dennoch, meint Gerlich, sei er noch starken Leistungsschwankungen ausgesetzt – wie seine Mitspieler auch. „Wir müssen uns als Aufsteiger noch an die erste Liga und die Spielweise dort gewöhnen“, so Gerlich weiter. Erst eines von zwölf Spielen gewannen die Hüttenberger (29:23 gegen Hildesheim), außerdem steht ein Unentschieden zu Buche (30:30 zuletzt gegen Hannover-Burgdorf). In den anderen zehn Partien ging der Bundesliga-Neuling leer aus. Macht in der Tabelle den vorletzten Platz. Allerdings tritt der TVH mit einer der jüngsten Mannschaften der Liga an. „Wir haben definitiv Steigerungspotenzial und lernen mit jeder Niederlage dazu“, erklärt Gerlich. Man müsse in jeder einzelnen Begegnung die Leistungsgrenze neu ausloten und dabei das eigene Potenzial zu hundert Prozent ausreizen. „Man muss aber auch die Kirche im Dorf lassen. Es ist genauso gekommen wie es alle erwartet haben. Daher ist das nicht schlimm“, sagt der Student.

Jede Niederlage schmerze direkt nach dem Abpfiff zwar, am Montag nach der Spielanalyse sei das dann aber schon wieder vergessen. „Weil wir sehen, dass wir trotzdem in unserer Entwicklung wieder einen Schritt weiter gekommen sind“, so der 23-Jährige.

 

Quelle: www.mindelheimer-zeitung.de

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