Kantersieg gegen Tabellenzweiten

Am Sonntag Nachmittag empfingen die Damen des TSV Mindelheim den Tabellenzweiten des BSC Oberhausen. Im Hinspiel hatte es eine 26:20-Auswärtsniederlage gesetzt, weil man lediglich mit acht Spielerinnen anreiste. An diesem Spieltag waren die Vorzeichen doch genau gegenläufig gestellt: in eigener Halle musste man vor Spielbeginn sogar eine Spielerin auf die Tribüne ausquartieren, weil nur 14 spielberechtigt sind. Der seit drei Spielen anhaltende Aufwärtstrend ließ eine spannende Partie erwarten.

Die ersten Spielminuten begannen noch recht ausgeglichen und die Gäste eröffneten das Aufeinandertreffen mit 0:1. Doch sollte diese Führung die einzige des gesamten Spielverlaufs bleiben. Der BSC fand nicht ins Spiel; zwar zeigten die Spielerinnen ihre läuferischen Qualitäten, aber aus dem freien Spiel heraus taten sie sich schwer sich dem Tor zu nähern. Würfe aus dem Rückraum wurden von der brilliant agierenden Frau zwischen den Pfosten, Arlene Keller, gefangen – Höchststrafe für die Gäste. Die Offensive der Mindelheimerinnen variierte und fand über das einstudierte Kombinationsspiel immer wieder Chancen den Ball im Netz unterzubringen. Man konnte seinen Augen kaum trauen, als die Anzeigentafel einen Zwischenstand von 8:3 erschienen ließ. Diese gute Leistung spiegelte sich auch vom Strafpunkt wider: eine 100%ige Quote durch Bettina Wanninger, Anna Hüttmann und Olivia Landherr baute den Vorsprung weiter auf 11:3 aus. Die Gastgeberinnen hielten mit dem schnellen Tempo der Gäste mit, indem sie von der vollen Auswechselbank Gebrauch machten. Mit einem 12:4-Halbzeitstand verabschiedete man sich in die Kabine.

Die zweite Hälfte begann wie die erste geendet hatte. Oberhausen rannte sich in der Defensive fest oder scheiterte an der Torfrau und der TSV schraubte unbeirrt am Torstand. Gelungene Einzelaktionen von Bernadette Deigendesch und Bettina Wanninger brachten mehr und mehr Selbstvertrauen in die Mannschaft. Ansehnlich waren auch die Anspiele an die Kreisläuferinnen und der Zusammenhalt in der Abwehr. Jetzt war die Überlegenheit der Frundsbergstädterinnen deutlich spürbar. Der Stand von 19:6 ließ keine Zweifel mehr offen. Auch die Jugendspielerin Tabea Zech zeigte auf der Außenposition, was in ihr steckt. Trotz einer langsameren und schwächeren Phase auf Seiten der TSV-Damen schaffte Oberhausen nicht den Einstieg ins Spiel. Zwar brachten sie mehr Bälle im Tor unter als in der ersten Halbzeit, aber der Lauf der Gastgeberinnen wurde dadurch keineswegs getrübt. Mit einem verdienten und niemals gefährdeten 24:11-Kantersieg bejubelten die Mindelheimerinnen ihre Leistung zusammen mit den Zuschauern und klettern nun auf Platz vier der Bezirksligatabelle. Ob die Siegesserie auch am kommenden Sonntag anhält wird sich zeigen, wenn sie wieder in eigener Halle den SC Weßling empfangen, der im unteren Tabellendrittel rangiert.

TSV MN: Keller (Tor); Lukac (2); Sailer (1); Hüttmann (6/4); Deigendesch (3); Wanninger (3/1); Bail (1); Thie; Repas (2); Landherr (1/1); Pawelke (1); Zech; Dittmann; Lewe (4)

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