Herren II sind an sich selbst gescheitert

SC Gröbenzell hieß der Gegner des 11. Spieltages der Bezirksklasse Nord. Nachdem man das Hinspiel zu Hause nach schlechter Teamleistung unnötigerweise knapp verlor, war die Hoffnung groß, nun auswärts Punkte gegen den Tabellendritten einzufahren.

Mindelheim legte einen tollen Start hin und führte nach den ersten Minuten mit 3:0. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt sehr interessant anzusehen, was sich aber rasch ändern sollte. Bis etwa zur 10. Minute dominierten die Herren II das Geschehen. Dann plötzlich verfiel man wie aus dem Nichts in die gefürchtete Sonntags-Nachmittag-Mentalität. Der Elan und somit das Tempo und der Druck auf den Gegner aus den ersten Minuten war verschwunden. Von da an konnte der Gegner aus Gröbenzell nach und nach die Partie übernehmen und die Frundsbergstädter fanden nicht mehr ins Spiel zurück. Zusätzlich warf man den gegnerischen Torhüter immer stärker, bis dieser mit einer Parade nach der anderen glänzen konnte. Bis zum Seitenwechsel lag man dann mit 6:11 zurück.
Die Pause nutzte der Coach für eine deftige Ansprache und versuchte dem Team klarzumachen, dass es jetzt Zeit wird aufzuwachen und endlich wieder aufzuspielen. Und siehe da, endlich raffte man sich auf und ein Ruck ging durch das Team. Durch gegenseitiges lautstarkes Motivieren und eine nun robuste Abwehr wurden die Gröbenzeller total verunsichert und konnten sich nicht mehr durchsetzten. Im Gegenzug traf man mit guten Aktionen endlich wieder ins Tor und eine rasche Aufholjagd begann. Innerhalb kürzester Zeit kam man bis auf ein (12:13) heran. Das war eine Teamleistung in außergewöhnlichem Maße! Doch dieser tolle Handball sollte nicht lange anhalten und bis Mitte der 2.Halbzeit war der alte Trott wieder an der Tagesordnung. Nun half keine Auszeit und kein Eingreifen von Außerhalb mehr. Man ließ sich zwar nicht so sehr gehen wie in Halbzeit 1, dennoch reichte es am Ende nicht mehr und Mindelheim verlor die Partie endgültig mit 19:24.
Mit der tollen Teamleistung zu Beginn der 2.Halbzeit, hätte man den Gegner förmlich an die Wand gespielt, aber so führte es letztendlich wieder einmal nur zu einem Gewinn an Erfahrung. Dabei verstand es die Mannschaft sich so sehr zu motivieren, nein hochzupushen, dass es hätte ein tolles Spiel werden können. Aber das war wohl ein Satz mit “X“…, und ausnahmsweise lag es mal nicht an der Kondition.

*TSV Mindelheim:* Vogt (Tor) ; Moser Max (3/2) ; Dumler ; Moser Michi (3) ; Spies ; Braun (3) ; Gaum Flo (1) ; Schuster ; Gessner (6/1) ;

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