Große Verzweiflung nach der neunten Niederlage

Am Samstag Abend hatten die Mindelheimer TSV-Damen beim Tabellensiebten des SV Pullach anzutreten.

Nach der hohe Niederlage vom vergangenen Wochenende hatte man sich vorgenommen, das bestmögliche aus sich herauszuholen und endlich einmal Punkte zu sammeln.
In den ersten 10 Minuten der Partie konnte die Mannschaft, die ohne ihren Trainer Günther Grasl anreisen musste, auch gut mithalten.
Die Abwehrreihe stand gut formiert und in der Offensive erzielten die Frundsbergstädterinnen einfache Tore.
Doch fiel die Leistung darauf auf unerklärliche Weise so abrupt ab, dass die Gastgeberinnen leichtes Spiel hatten. Die TSV-Defensive kam immer einige Schritte zu spät, ließ den gegnerischen Rückraum ungehindert zum Wurf kommen und kassierte immer wieder Tore der Kreisläuferin.
Im Angriff brachten die Mindelheimerinnen kaum noch Verwertbares zustande, da der SV auf eine offensivere Form umstellte. Obwohl man im Training schon oft Varianten geübt hatte, diese Formation zu überwältigen, wurde fast schon hilflos gespielt. Lange Pässe nahmen jeglichen Druck aus dem Spiel und Fehlwürfe ermöglichten es den Gegnerinnen schnelle Tore zu machen. Der Vorsprung wuchs von einem anfänglichen 3:2 auf ein 10:4.
Die letzten Minuten der ersten Halbzeit waren auch nicht erfreulicher, man hoffte auf den Halbzeitpfiff, der einen 15:5-Zwischenstand mit sich brachte.
Nach klaren Aussagen in der Pause dachte man, wieder ins Spiel zurückzufinden und eine Aufholjagd zu initiieren. Leider war dem nicht so. Die Lücken in den eigenen Abwehrreihen blieben bestehen. Im Mittelblock arbeitete man nicht im Verbund und war meist einen Schritt zu weit von seiner Gegenspielerin entfernt. Somit musste man etliche Tore durch 7-Meter-Strafwürfe hinnehmen. Im Gegenzug erspielten sich die TSV-Damen lediglich einen einzigen Strafwurf. Ein Zeichen dafür, dass im Angriff zu wenig Druck gemacht wurde. Aus dem Mindelheimer Rückraum kamen nur sehr vereinzelt erfolgreiche Aktionen. Zu viele Würfe verfehlten das Tor oder prallten an den Pfosten. Auf das sonst so bewährte Kombinationsspiel setzten die Gäste überhaupt nicht. Die Unsicherheit durch die vorgezogene Spielerin überschattete das Spiel.
Dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen ist, war nur der Chancenverwertung der Gastgeberinnen zu verdanken, auch sie verwarfen viel. Aus diesen gegnerischen Fehlern schöpften die TSV-Damen die finalen Minuten noch einmal etwas Antrieb für die eigene Defensivleistung, aber das Spiel hatte man bereits aus der Hand gegeben.
Nach 60 Minuten pfiffen die Schiedsrichter das letzte Spiel der Hinrunde für die Mindelheimerinnen mit einer deutlichen 32:13-Niederlage ab.

TSV Mindelheim: Pauli (Tor); Lukac (1); Mantel (3); Bail (1); Schaumann(1); Landherr (2); Grasl B.; Schimkat; Hüttmann (5/1); Repas; Thie

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