Dietmannsried unterstreicht seine Favoritenrolle

Es wurde das wie erwartet schwere Auswärtsspiel: Gegen die HSG Dietmannsried-Altusried setzte es für die Bezirksoberliga-Herren des TSV Mindelheim am Samstagabend eine 26:40-Auswärtsniederlage. Wer glaubte die TSV-Spieler würden nach der Partie mit hängenden Köpfen die Halle verlassen, sah sich jedoch getäuscht. „Dietmannsried gehört eigentlich nicht in diese Liga. Bis auf die verschlafene Anfangsphase boten wir eine anständige Partie, zeigten Moral und gaben uns nie auf. Das verdient Respekt“, nahm Trainer Markus Gaum seine Spieler in Schutz. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht diese Aussage. Der letztjährige Landesliga-Absteiger ist nach dem fünften Spieltag mit 10:0 Punkten und einem Torverhältnis von 191:117 das Maß aller Dinge in der laufenden Saison. Rückraumspieler Maximilian Moser musste sein Comeback nochmals verschieben. Auch Robert Petrovic und Youngster Joachim Gollmitzer standen ihrem Team kurzfristig nicht zur Verfügung.

Einzig in der Anfangsphase schienen die Frundsbergstädter in Gedanken noch im Bus zu sein. Die Gastgeber legten gleich nach Anpfiff so richtig los und führten schnell mit 7:1 (9.). Trainer Markus Gaum nahm eine Auszeit und appelierte lautstark an die Moral seiner Mannschaft. Der TSV zeigte sich bis zum 12:22-Halbzeitstand stabiler, hatte aber in der Defensive weiterhin alle Hände voll zu tun, die schnellen Dietmannsrieder Angreifer einigermaßen in Schach zu halten.

Im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern annähernd das gleiche Bild. Die HSG zeigte weiterhin ihre ganze Klasse und führte zur 42. Spielminute bereits mit 30:16. Mindelheim ergab sich jedoch keineswegs seinem Schicksal und kämpfte tapfer gegen ein drohendes Debakel. Vor allem durch den Einsatz von zwei Kreisläufern erhoffte sich Trainer Markus Gaum mehr Möglichkeiten für seine Rückraumschützen. Johannes Heimpel mit zehn und Ivan Radic mit fünf Treffern zeigten sich dabei besonders treffsicher. Bis zum 26:40-Endstand scheute der TSV keinen Zweikampf und zog sich damit im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus achtbar aus der Affäre.

 

So spielte der TSV:

Vogt, Ruf (beide Tor); Sailer (1), Krausko, Radic (5/1), Heimpel (10), Urlbauer (2), Thoma (2), Weikmann (4), Hörmann (2)

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