Ausgleich in Schlusssekunde nach furioser Aufholjagd

Durch eine furiose Aufholjagd in den letzten 15 Spielminuten erspielten sich die Mindelheimer Bezirksoberliga-Herren am vergangenen Sonntag ein 31:31-Unentschieden gegen die HSG Gröbenzell-Olching. Verglichen mit der Punktteilung der Vorwoche kann man dieses Mal, über den Spielverlauf gesehen, von einem Punktgewinn reden.

Durch den Sieg der direkten Konkurrenz im Abstiegskampf waren die TSV-Handballer stark unter Zugzwang. Von Beginn an entwickelte sich die erwartet enge Partie. Bis zum Zwischenstand von 12:12 konnte sich keine Mannschaft um mehr als ein Tor absetzen. Die Defensive stand eigentlich kompakt, konnte aber dennoch nicht zahlreiche Tore der Gröbenzeller über deren Halblinks und Linksaußen verhindern. Zu Ende der ersten Hälfte schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ins Angriffsspiel der Gelb-Schwarzen, die die Gäste postwendend nutzten um die Führung zur Halbzeit auf 17:13 ausbauten.

Gewillt diesen Rückstand in den zweiten 30 Minuten wett zu machen, starteten die Spieler um Spielertrainer Jan Krausko in den zweiten Durchgang. Was die Spieler allerdings in den Folgeminuten anstellten war keinesfalls sehenswert. Unvorbereitete Würfe, schlechte Anspiele an den Kreisläufer und Wurfpech durch mehrere Aluminiumtreffer spielte den Gröbenzellern in die Karten und sie zogen somit Tor um Tor davon. Über die Zwischenstände 14:20 und 16:24 stellte sich in der 44. Minute sogar eine Zehn-Tore-Führung von 16:26 für die Gäste ein. Die Hoffnung dennoch Punkte an diesem Tag zu ergattern war nahezu aussichtslos. Zu diesem Zeitpunkt ging dann allerdings ein Ruck durch das Mindelheimer Team. Tor um Tor kamen sie im Angriff zum Erfolg und die Abwehr stellte die Gäste immer mehr vor Aufgaben, die sie nicht zu bewältigen wussten. Auch durch die starke Leistung von Schlussmann Thomas Vogt in der Endphase schmolz der Vorsprung zusehends. Am Ende dieser Aufholjagd stand 30 Sekunden vor Schluss ein 30:31 auf der Anzeigetafel. Die Offensive Abwehrformation zeigte Wirkung und dadurch kamen die Frundsbergstädter tatsächlich nochmals an den Ball. Die clever eingesetzte Auszeit von Philip Lewe fünf Sekunden vor Spielende bescherte den Mindelheimern dann nochmals Zeit um sich einen letzten Spielzug zu überlegen. Ähnlich wie in der Vorwoche sollte der Ball zügig von rechts auf die linke Angriffsseite gespielt werden um dort die Überzahlsituation zu nutzen. Was in der Vorwoche dann noch am Innenpfosten scheiterte gelang an diesem Tag besser und Johannes Heimpel kam mit der Schlusssirene zum vielumjubelten Ausgleichstreffer.

„In unserer momentanen Situation ist ein Punkt eigentlich zu wenig, aber wenn man den Spielverlauf sieht, dann müssen wir mit diesem Punkt trotzdem zufrieden sein“, so Alexander Weikmann nach seinem Comeback. Auch Spielertrainer Jan Krausko zeigte sich unmittelbar nach dem Spiel dennoch erleichtert: „Es ist normal in einem Spiel eine Schwächephase zu haben. Allerdings darf eine solche Phase keinesfalls so lange anhalten wie heute. Die enge Leistungsdichte dieser Liga lässt dies nicht zu. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Lob für die große Moral zum Spielende hin aussprechen.“

In den verbleibenden fünf Spielen gilt es nun weiter zu machen, um alle möglichen Punkte zu sammeln um somit den drohenden Abstieg zu verhindern.

 

Es spielten:

Winter Sascha, Vogt Thomas (beide Tor); Radic Ivan (4); Thoma Michael (1); Krausko Jan (6); Heimpel Johannes (7); Schories Christoph; Karlstetter Roman; Moser Maximilian (3/2); Gaum Markus (1); Weikmann Alexander; Stumpf Christian (9/1); Hörmann Hannes; Karlstetter Michael

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.